Griechenland
Wer wissen will, warum in Griechenland nichts funktioniert, der muss nicht nach Griechenland fahren. Alfeld/Leine genügt völlig. Dort gibt es ein sogenanntes Restaurant, welches FINO heißt. Fino heißt für den Einen soviel wie "fein", für den anderen soviel wie "Ende."
Karge Architektur. An der Wand Kunstwerke, die wie aufgequollene Tischplatten wirken. Der griechische Salat ist eine Einöde aus Krautsalat aus dem Plastik-Container, eine viertel Scheibe wäsriger Tomate als Dekoration. Ende. Keine Olive, keine Peperoni, kein Schafskäse. Nichts auser Wasser. Auf dem Gang zur Toilette findet sich allerlei Holzrest und zerbrochene Halogenlampen mitsamt Fassung - auch hier offenbar moderne griechische Kunst am Bau.
Begleitbrot: trocken, 2 Scheiben für 2 Personen. Die "Spezialplatte": Die Änderung von Pommes Frites in Knoblauchkartoffeln kostet 1,5 Euro Aufpreis. Kleine vertrockene Schweineschinitzel, vertrocknete Frikadelle. Antrockgetrockneter, braun gewordener Reis. Von der Aufnahme der Bestellung bis zur Lieferung vergeht eine Stunde und 10 Minuten mit wiederholter Bitte um Lieferung - der Zug führe zurück in die Landeshauptstadt. In Griechenland gibt es offenbar keine Züge.
Das Zaziki war in Ordnung, Lidl ließ grüssen. Das Service-Personal ist freundlich, aber der Küche hilflos ausgeliefert.
Wer Griechenland so erleben will, wie es leibt und lebt: Fino. Alte Heerstrasse 16-16A, 31061 Alfeld. Nach der Würdigung des sogenannten Restaurants durch die Galerie für Kulturkommunikation ist eine Tischreservierung notwendig. 05181 5161
vgl. Pascha