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Oder: Nie wieder Netto


Daß Discounter zweifelhafte Anstalten sind in jeder Hinsicht, fühlt man ja als denkender Mensch. Wenn man sich ansieht, was sich der Netto Marken-Discount in seinem Reklameprospekt für die Woche vom 4.12.23-9.12.2023 geleistet hat, wird keinen Zweifel mehr haben, so er denn je welche hatte.




Ich habe keine besondere innige Beziehung zu Tieren. Ich würde sie niemals schlecht behandeln, aber ich find auch nicht, daß Katzen intelligent sind. Ich finde nicht, daß Hunde die besten Freunde des Menschen seien. Ich finde sie autoritätshörig, was mich anwidert. Katzen: Ich finde sie strohdumm und egoistisch. Ich finde auch nicht, daß das Pferd das edelste aller Tiere sei und die Spinne das Allerscheußlichste. Ich stehe Tieren recht neutral gegenüber. Aber es gibt einen Zynismus gegenüber Tieren, der kaum noch zu überbieten ist, und dem trete ich entgegen. Es ist bekannt, daß Hummer getötet werden, indem sie in kochendes Wasser geworfen werden. Die sogenannten Feinschmecker behaupten gerne, sie würden davon nichts spüren. Ich plädiere dafür, diese Feinschmecker zum Selbsttest einzuladen.

Die Galerie für Kulturkommunikation ist ausdrücklich unpolitisch. Wo Politik und Kunst zusammentreffen, entsteht Kunstgewerbe. Dies gilt auch für berühmte politische Künstler wie Heartfield oder Staeck, die nichts von bleibendem Wert geschaffen haben.  

Aber es gibt auch einen Punkt, wo wir uns einmischen. Gerne dort, wo es am härtesten trifft: am Profit.

Für mich und die Galerie gilt: Wir werden künftig NICHTS mehr von Netto kaufen. Boykott kann eine ethische Schönheit entwickeln. Wir sind dabei.